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Herzlich Willkommen

Oftmals ist die (Vor-) Freude am Reisen durch Fehlinformationen oder Informationsmangel getrübt. Aus diesem Grund haben wir den ersten wirklich kompletten Stadtführer Santiagos erstellt. Mit wertvollen Informationen, Kontaktdaten, Anregungen und persönlichen Empfehlungen. Alles gebündelt in einem über 100-seitigen Taschenbuch, das in unserem Büro und anderen zentralen Stellen (z.B. Sernatur) gratis erhältlich ist.

Unser Antrieb für die Veröffentlichung dieses Handbuchs war auch getrieben von unserer eigenen Realität und den Erfahrungen im chilenischen Alltag. Bei Chile Inside arbeiten nur Ausländer aus der ganzen Welt, mit Wohnsitz in Chile. Wir wissen, wie es ist, ohne viel Hintergrundwissen anzureisen und sich auf Informationssuche zu begeben. Auch möchten wir dem Land, das uns so offen empfangen und herzlich begrüsst hat, etwas zurückgeben. Daher ist es unser Anliegen, Chile, und vor allem Santiago, zu fördern und zu zeigen, dass diese wunderbare Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert ist und es sich hier wunderbar leben und aushalten lässt.

Der wesentliche Vorteil unserer Publikation, neben den vielen nützlichen Informationen, ist die Darstellung der Inhalte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Wir porträtieren die Sicht der Ausländer in Santiago, während gleichzeitig auch die Meinungen und Ratschläge von Menschen enthalten sind, die in dieser Stadt einheimisch sind.

Wir sind davon überzeugt, dass diese Mischung, gepaart mit unserem Ansporn aus dem täglichen Leben, einen einzigartigen Leitfaden geschaffen hat, der nicht nur benutzerfreundlich ist, sondern auch mit einfachen Worten verfasst wurde.

Dieses Werk wurde mit viel Elan und Begeisterung erstellt und wir hoffen, dass es dir von grosser Hilfe für deinen Aufenthalt in Santiago ist.


Santiago

Santiago mit seinen rund 6,5 Millionen Einwohnern und der aussergewöhnlichen Lage im Zentraltal am Fuss der Anden ist in der Tat eine magische Stadt. Seit ihrer Gründung durch die Spanier am 12. Februar 1541 hat sich die chilenische Hauptstadt zu einem wichtigen Bezugspunkt sowohl für Besucher als auch für die Bewohner des Landes behauptet.

Durch die Anden, der Enge „Angostura de Paine“, das Küstengebirge und den Bergen von Chacabuco, liegt Santiago umgeben von hohen Gebirgen wodurch die Stadt natürliche Grenzen und Schutzwalle hatte. Heutzutage führt die Kessellage allerdings teilweise zu Smogproblemen.

Die massive Andenkette mit seinen das ganze Jahr über schneebedeckten Gipfeln dominiert die Landschaft rund um Santiago. Sie sind auch Markenzeichen der Stadt. Das gleiche gilt für den Fluss Mapocho, bekannt aus den Überlieferungen der spanischen Siedler, und die unterschiedlichen Hügel, die wie „Inseln“ das Stadtbild prägen. Von den Anhöhen der Hügel San Cristobal, Manquehue, Renca, Chena und einigen anderen geniesst man einen fantastischen Blick über die Stadt.

Die grosse Vielfalt an Bäumen und Pflanzen versprüht eine einladende Atmosphäre trotz der Fülle an gläsernen Wolkenkratzern, Einkaufszentren und anderen modernen Konstruktionen (z. B. in der Gegend des Viertels El Golf). Santiagos Strassen und Stadtviertel zeichnen sich durch eine Mischung aus Kapitalismus und historischen Bauwerken aus. Stadtviertel wie Bellavista, República, Parque Forestal, Paris-Londres, Brasil und das Zentrum haben der modernen Entwicklung der Stadt zum grossen Teil Einhalt geboten und haben ihren alten Reiz erhalten. Es können dort Villen, Schlösser und öffentliche Gebäude aus den vergangenen Jahrhunderten bewundert werden.

Dank des mediterranen Klimas sind die Temperaturschwankungen gemäßigt. In Santiago sind die vier Jahreszeiten ziemlich stark markiert, wobei selten Tage intensiver Kälte oder Hitze verzeichnet werden. Mit Temperaturen zwischen 15 bis 35 Grad Celsius im Sommer und 0 bis 20 Grad Celsius während des restlichen Jahres überkommen Santiago ganz selten extreme Hitze- und Kältewellen. Die Luft in Santiago ist trocken, was das Klima in der Stadt vor allem in den Sommermonaten erträglich und angenehm macht.

Von Regenschauern wird Santiago vor allem während der Wintermonate (Juni, Juli und August) heimgesucht, wobei die trockene Jahreszeit über einen weitaus längeren Zeitraum andauert (November bis März). Santiago zeigt sich das ganze Jahr über regelmäßig mit klarem Himmel (auch im Winter).

Deshalb rühmt sich die Hauptstadt von Chile für ihr ideales Klima, das die erfolgreiche Entwicklung der Landwirtschaft förderte. Nicht umsonst gibt es rund um Santiago zahlreiche Weingüter, wo man hautnah die Weinproduktion und die entsprechende Geschichte des Landes verfolgen kann.  

Ursprünglich von ausschliesslich Chilenen besiedelt gab es in den letzten Jahrzehnten einen Zustrom von Einwanderern, die der Stadt zu einer weltoffenen und kosmopolitischen Metropole verholfen haben. Dank der hohen Lebensqualität zeigt sich parallel ein interessantes wirtschaftliches Phänomen durch die Ansiedlung vieler internationaler Konzerne in Santiago. Viele nutzen die chilenische Hauptstadt als strategischen Ausgangspunkt für die Positionierung im südamerikanischen Markt.

Zusammengefasst zeigt sich Santiago ihren Besuchern als Stadt der Kontraste, Vielfalt, Ruhe und bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Hotels / Aparthotels / Hostels

Santiago ist eine weit ausufernde Stadt mit teils sehr ruhigen und teils sehr aktiven Stadtvierteln. Neben reinen Wohngebieten gibt es Gegenden, wo die Geschäftswelt und Industrieanlagen die Überhand haben. Die Wohnviertel ganz im Osten der Stadt, also direkt am Fuss der Anden sind quasi ausschliesslich Wohnviertel, selbstverständlich mit entsprechender Infrastruktur (riesige Einkaufszentren, Dienstleistungen, Kliniken, Schulen, etc.). Das Zentrum, Providencia, Nuñoa, Las Condes und Vitacura sind Mischviertel, und vor allem unter Ausländern sehr beliebte Wohngegenden.

Für Touristen und Geschäftsreisende reicht das Angebot von Luxushotels über einfache Pensionen und Aparthotels bis zur Unterbringung in Gastfamilien oder Wohngemeinschaften.

Selbstverständlich sind auch die grossen internationalen Hotelketten in Santiago vertreten, allerdings verdienen die vielen hübschen und gemütlichen chilenischen Hotels einer besonderen Erwähnung. Im Laufe der letzten Jahre haben die sogenannten Boutique-Hotels einen wahren Boom erlebt und bieten dem Gast neben Wohnkomfort eine familiäre und entspannende Atmosphäre. Diese befinden sich überwiegend in den Vierteln Providencia, Las Condes und Santiago Zentrum.

Jugendherbergen oder einfache Pensionen gibt es vor allem in den Studentenvierteln wie República, Barrio Brasil, Providencia und Bellavista.

Die sogenannten Aparthotels sind ebenso eine sehr beliebte und weit verbreitete Unterkunftsmöglichkeit. Dies sind möblierte Wohnungen, die zum Tagessatz vermietet werden. Sie verbinden den Service eines Hotels mit der Unabhängigkeit der eigenen Wohnung und befinden sich vor allem in den Vierteln Santiago Zentrum, Providencia und Las Condes.

Abseits vom Grossstadtlärm und Trubel bietet Cajón del Maipo Zuflucht und einen ruhigen Aufenthaltsort inmitten von Natur und einer herrlichen Bergkulisse. Die Fahrdistanz von Santiago beträgt ca. zwei Stunden und ist in jedem Fall einen Wochenendausflug wert!

Für diejenigen, die ein authentischeres Erlebnis suchen, bieten wir von Chile Inside die Möglichkeit, bei einer chilenischen Gastfamilie oder in einer Wohngemeinschaft unterzukommen. Dies sind wirklich einmalige Gelegenheiten, die Kultur und Lebensart der Chilenen hautnah und unverfälscht kennenzulernen. Es wird ein Mindestaufenthalt von einem Monat vorausgesetzt.

Noch ein zusätzlicher Hinweis zu den Wohngebieten: Providencia, Vitacura und Las Condes zählen zu den ruhigeren Stadtzonen, während es in Ñuñoa, Recoleta, Santiago Zentrum und in Teilen von Providencia (Bellavista) etwas belebter ist.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Tourismus

Angesichts der besonderen Geographie (lang und schmal) weist Chile verschiedene Klimazonen und Ökosysteme auf. Die Vielfalt der Flora und Fauna, Landschaften, natürlichen Ressourcen und soziokulturellen Strukturen sind wirklich atemberaubend.

Damit bietet Chile seinen Besuchern und Bewohnern eine breit gefächerte Vielfalt. Touristen können aufgrund der unzähligen Möglichkeiten beispielsweise die Mittagszeit in einer Hafenstadt in Pazifiknähe verbringen und nach nur knappen 90 Minuten Autofahrt ein herrliches Abendessen mit Blick auf die Anden geniessen. In bestimmten Monaten kann man sogar an ein und demselben Tag Skifahren und den Abend am Strand verbringen!

Eine weitere Besonderheit Chiles ist seine beträchtliche Länge! Reisende, die von einem Extrem zum Anderen reisen, können sowohl die trockenste Wüste der Welt als auch die immergrünen Wälder Patagoniens bewundern. Chile bietet wirklich eine unermesslich grosse Vielfalt an Landschaften, Klimaregionen und Naturwundern. Lohnenswert ist die Hochebene im Norden (Altiplano), das fruchtbare Zentraltal, die Pazifikküste, die mystische und sagenumwobene Osterinsel, die exotische Insel Juan Fernandez und das ewige Eis der Antarktis. Desweiteren sind die Anden, die Weiten Patagoniens und die zahlreichen Vulkane, Seen, Flüsse und Gletscher allesamt einen Besuch wert.

Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen prägen nicht nur die Flora, sondern auch die Fauna mit einigen sehr ausgefallenen Spezien.

Neben all diesen interessanten Regionen besitzt auch Santiago ein breites Spektrum an touristischen Highlights und bietet ihren Besuchern neben verschiedenen Sehenswürdigkeiten ein ökologisches, kulinarisches, kulturelles und geschichtliches Programm.

Mit Museen, Kirchen, Parks, historischen Gebäuden, Handwerksmärkten und Sporteinrichtungen kann Santiago ihren Besuchern unterhaltsame Abwechslung bieten.

Zusätzlich empfehlen wir Ausflugsziele in die nahe Umgebung von Santiago. Neben dem Besuch von Cajón del Maipo (ein Erholungsort eingebettet in den Anden) oder der ländlichen Gegend rund um Pomaire hast du die Möglichkeit, ein Abenteuer in sportlicher (Trekking, Bergsteigen, Rafting, etc.), kulinarischer oder spiritueller Hinsicht (Yoga-Retreats) zu verbringen.

Nur wenige Länder auf der Welt bieten eine derartige Abwechslung und genau deshalb empfehlen und lieben wir Chile!

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Restaurants

Santiago bietet eine reichliche kulinarische Auswahl, deren Qualität und Vielfalt von Jahr zu Jahr zunimmt. In jüngster Zeit hat Santiago einen kleinen Boom an aufstrebenden Restaurants in unterschiedlichen Stadtteilen erlebt und es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Der Besuch vieler Lokale lohnt sich nicht nur aufgrund der gemütlichen Atmosphäre und des guten Preis-Leistung-Verhältnisses, sondern kannst du so auch viele interessante Plätze in der Stadt entdecken. Von exklusiven Restaurants für den anspruchsvollen Gaumen bis hin zu kleinen Eckkneipen („picadas“) ist alles vertreten.

Zu den teuersten und exklusivsten Gegenden zählen "Borde Rio" und die Strassen Alonso de Córdova, Nueva Costanera, Vitacura und das Viertel "El Golf". Diese Restaurants befinden sich im östlichen Teil der Hauptstadt und sind aufgrund der Qualität ihrer Köche und Menüs für den anspruchsvollen Gast ausgerichtet.

Auf der Suche nach guten Restaurants mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis wirst du in Providencia und Las Condes fündig. Dort findest du Gastronomie auf hohem Niveau zu akzeptablen Preisen.

Die Gegend Lastarria hat in den letzten Jahren einen rasanten Zuwachs an stylishen Restaurants erlebt, die in den kleinen Lokalen gehobene Küche offerieren.

Im Zentrum von Santiago gibt es eine Fülle an Lokalitäten, vor allem in der Nähe der Estación Mapocho, Plaza de Armas und in den umliegenden Strassen. Die eher einfacheren Lokale sind hauptsächlich spezialisiert auf indische, ecuadorianische und peruanische Küche.

Das Viertel Bellavista bietet ebenso viele Möglichkeiten seinen Hunger zu stillen und in einem lockeren Ambiente einen netten Abend zu verbringen. Speziell im "Patio Bellavista" und in den Strassen Constitución und Dardignac findest du sicherlich etwas für deinen Geschmack.

In der Nähe von „Patronato“ können Abenteuerlustige in neue kulinarische Erfahrungen eintauchen jedoch unter Vernachlässigung der sonst üblichen Hygienestandards. Typisch für diese Gegend sind arabische Snacks wie “shawarma“, Falafel oder gefüllte Weinblätter.

Und natürlich möchten wir dir auch die typisch chilenische Küche empfehlen, mit Fisch, Fleisch (Rind, Schwein und Huhn), Gemüse und Früchten. Viele Restaurants bieten unter anderem Gerichte wie „Cazuela“, ein Fleischeintopf, „Arrollado huaso“, Schweinefleisch mit Beilagen, „Humita“, Maisbrei gehüllt in Maisblätter, „Porotos con Rienda“, Bohneneintopf mit Gemüse und „Pastel de Choclo“, ein gebackener Maisauflauf.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Nachtleben

Vor einigen Jahren galt Santiago noch als eine eher ruhige und vielleicht sogar auch langweilige Hauptstadt und dessen Nachtleben war nicht wirklich erwähnenswert.

Jedoch haben sich in den letzten Jahren verschiedene Zonen der Stadt zu Drehpunkten des Nachtlebens entwickelt und mittlerweile kann Santiago auch in diesem Bereich durchaus mit anderen Metropolen mithalten. Es gibt eine Fülle von abendlichen Aktivitäten und die Angebote reichen von Diskotheken, Bars, Pubs, Eventzentren bis hin zu „After-Hour“-Parties.

Im Stadtviertel Vitacura reihen sich die Bars, Restaurants und Diskos vor allem in den Strassen Tabancura und Vitacura aneinander. Es sind zumeist attraktive Lokale mit modernem Design oder alteingesessene Kneipen, in denen die Preise zwar nicht zu den billigsten zählen, aber auch nicht exorbitant hoch sind.

Der Stadtteil Providencia beherbergt gleich zwei Gegenden für abwechslungsreichen Ausgehspass. Die Strasse Orrego Luco und Nachbarstrassen ist optimal gelegen inmitten der Geschäfts- und Bankenzone. Ab 18 Uhr öffnen hier die Bars und Pubs ihre Türen und bieten spezielle Happy Hours (zwei Getränke zum Preis von einem). Parallel dazu gibt es in der Strasse rund um Tobalaba und Manuel Montt eine Reihe von angesagten Lokalitäten mit aktivem Nachtprogramm. Viele Restaurants, Bars und Pubs bieten günstige Preise und eine gemütliche Atmosphäre.

Nicht vergessen darf man natürlich Bellavista, wohl eines der bekanntesten Gegenden mit ausgeprägtem Nachtleben. Hier findet man wirklich alles: von der schummrigen Eckkneipe, über gemütlichen Bars, köstliche Restaurants bis hin zu angesagten Clubs mit Life-Musik oder Tanzpalästen.

Erwähnenswert ist auch noch die Plaza Ñuñoa und die Gegend um die Plaza Brasil mit zahlreichen Ausgehmöglichkeiten. Plaza Ñuñoa hat einen etwas traditionellen Charakter, während der Bereich um die Plaza Brasil viele ausländische Rucksacktouristen anzieht.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Shoppingvergnügen

In der ganzen Stadt gibt es unzählige Einkaufsmöglichenkeiten, wo du sämtliche Produkte in unterschiedlicher Qualität (von hochwertiger Ware bis zu Second-Hand-Artikeln) findest. Sowohl für den grossen als auch kleinen Geldbeutel ist für genügend Abwechslung und Auswahl gesorgt!

Dem amerikanischen Vorbild folgend, gehen die „Santiaguinos“ (Bewohner Santiagos) am liebsten in die riesigen Shoppingmalls. Sie sind wesentliche Beweise für den wirtschaftlichen Aufschwungs Chile, der in den letzten zwei Jahrzehnten eingesetzt hat.

Das Stadtviertel Las Condes ist Heimat von drei erfolgreich geführten Einkaufszentren, das vierte befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Diese sogenannten Malls sind wirkliche Einkaufsparadiese für Kauflustige. Auf mehreren 1000m² befinden sich Hunderte von Läden, Restaurants, Kinos und Theater. Auch die Viertel in Santiagos Zentrum und in Providencia bieten Einkaufsvergnügen in grossen Malls mit einer Fülle an Läden, teilweise mit etwas günstigeren Preisen.

Für Besucher, denen eher nach einem gemütlichen Stadtbummel ist, empfehlen wir die Strassen Alonso de Cordova und Nueva Costanera (eher etwas für den grösseren Geldbeutel). Diese Strassen sind gesäumt von schicken Boutiquen, die exklusive Produkte anbieten. Bekannte internationale Marken sind hier vertreten. Eine etwas günstigere Alternative bieten die Av. Providencia und das Zentrum von Santiago. Hier findest du vor allem kleinere und mittelgrosse Läden mit teilweise ausgefallenen Produkten von chilenischen Designern. Liebevoll dekorierte Geschäfte laden zum Stöbern in Büchern, Kleidung, Sportartikel und Sammlerstücke ein. Patronato, wo sich chinesische und koreanische Supermärkte mit lustigen und originellen Bekleidungsgeschäften abwechseln; oder auch in Recoleta und Estación Central sind perfekte Gegenden für Schnäppchenjäger.

Erwähnenswert sind auch die zahlreichen Kunst- und Handwerksmärkte in Santiago, wie z. B. am Fusse des Cerro Santa Lucia oder im Dorf „Pueblo Los Dominicos“ an der Endstation der U-Bahn Linie 1 in Las Condes.

Eine langjährige chilenische Tradition ist mit dem berühmten Edelstein Lapislazuli verbunden, der nur in zwei Ländern weltweit vorzufinden ist (Chile und Afganistan). Der schöne Schmuck und die Accessoires aus dem blauen Stein eignen sich optimal als Geschenk und Souvenir. In der Gegend um Bellavista empfiehlt sich der Besuch der lokalen Märkte, wo du eine Vielzahl von Produkten aus oder verziert mit diesem tiefblauen Stein findest. Am Flughafen gibt es auch noch die Möglichkeit, Souvenirs aus Lapislazuli zu erstehen, jedoch zu einem deutlich höheren Preis!

Nicht zu vergessen für alle Leseratten und Buchsammler sind die Unmengen an gebrauchten Büchern, die in der Innenstadt auf der Strasse San Diego zu erwerben sind.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Gesundheit und Beauty

In den letzten Jahren gab es eine boomartige Entwicklung im Gesundheits- und Schönheitsbereich, was sich in der Präsenz von vielen Massage- und Beautysalons widerspiegelt.

Spa´s entwickeln sich zu einem profitablen Geschäftszweig, da die Nachfrage aufgrund der teils stressigen Lebensbedingungen in der Grossstadt (Verkehr, lange Arbeitszeiten, etc.) und einer wachsenden „Eitelkeit“ der Bevölkerung stetig zunimmt.

In den Wohngegenden mit höherer Lebensqualität zählen folgende Dienstleistungen zum Angebotsspektrum der Schönheitssalons: Schwimmbad, Solarium, Sauna, Jacuzzi, Pediküre, Maniküre, Massage, Yoga, Friseursalon sowie Gesichtsbehandlungen oder gar Schönheitsoperationen.

Fitnessstudios sind wichtige Orte für die körperliche Fitness geworden und diversifizieren ihre Angebote je nach Kundenschicht. Neben der herkömmlichen Ausstattung wie Hanteln, Geräte und Laufbänder ist es durchaus üblich, dass ein hochqualifiziertes medizinisches Team aus den Bereichen Kinesiologie, Sport und Ernährung zur Verfügung steht.

Die Gesundheitszentren bieten attraktive Angebote, insbesondere für Frauen. Dazu zählen Friseursalons, Kosmetikstudios, Gesichtsbehandlungen und Massageangebote für fünf-, fünfzehn- oder 30-minütige Entspannungen.

Für Naturliebhaber empfehlen wir die Thermalbäder, die dank der Mineralsalze reichlich positive Effekte auf den Körper haben. Dank der vulkanischer Aktivität im Inneren der Anden finden sich viele dieser natürlichen Thermen in den Gebirgen. Zweifelslos dient das Eintauchen in das natürlich warme Wasser, umgeben von den Gipfeln der Anden, dem Stressabbau und hat eine therapeutische Wirkung auf Muskeln und Gelenke. Diese Orte sind unweit der Hauptstadt im Cajón del Maipo und nur ca. zwei Autostunden von Santiago entfernt. Umgeben von der wilden Natur kannst du deinem Körper beruhigende Pflege gönnen.

Als letzten Tip möchten wir dir noch mitgeben, im Notfall immer eine der grossen privaten Kliniken aufzusuchen (nicht die öffentlichen Krankenhäuser), die erstklassigen Service und hohe Sicherheits- und Hygienestandards bieten.

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 

 


Kultur und Sprache

Spanisch (Castellano) gilt als offizielle Sprache der Republik Chile. Auch wenn die gesamte Bevölkerung Spanisch spricht, gibt es jedoch auch indigene Gemeinden, die neben dem Spanisch ihre eigene Sprache und Dialekte verwenden. Zu den Sprachen der Ureinwohner gehören „mapudungún“ (gesprochen von den Mapuches im Süden), „aymara“ (gesprochen in der nördlichen Anden-Region) und „rapanui“ (Osterinsel).

Salopp kann man allerdings auch sagen, dass in diesem Land "chilenisch" gesprochen wird. Diese Art der Abwandlung der spanischen Sprache enthält viele spezielle Redewendungen und verwendet Wörter der Ureinwohner. Die Chilenen sprechen unglaublich schnell, verschlucken oftmals das „s“ am Wortende und generell klingt das Chilenisch wie „gesungen“ aufgrund einer besonderen Sprachmelodie. Für Ausländer, selbst auch für Besucher aus anderen lateinamerikanischen Staaten, stellt es sich daher als kleine Herausforderung dar, die Chilenen zu verstehen.

Ethnisch gesehen ist das Land durch eine Mischung aus einem starken Einfluss von spanischen Siedlern und der indigenen Bevölkerung geprägt. In jüngster Zeit verleiht die zunehmende Präsenz von Einwanderern dem Land und der Bevölkerung eine besondere Note. Palästinenser, Syrer, Libanesen, Italiener, Franzosen, Schweizer, Basken, Deutsche, Engländer, Nordamerikaner, Jugoslawen und Kroaten zählen zu den prägendsten Nationen in der Gestaltung der chilenischen Gesellschaft und Kultur. Neuerdings beeinflussen auch Peruaner, Kolumbianer, Südkoreaner, Chinesen, Taiwanesen, Inder, Pakistaner und Afrikaner die kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen in Chile.

Spanischschulen sind reichlich vorhanden, die neben Sprachkursen auch Seminare und kulturelle Aktivitäten veranstalten. Zur sprachlichen Vertiefung und praktischen Anwendung der spanischen Sprache bietet Chile Inside Ausländern die Chance an verschiedenen massgeschneiderten Auslandsaufenthalten teilzunehmen. Es können Praktika, Freiwilligenarbeit, Working Holidays und Farm Stays absolviert werden, um dieses wunderschöne und facettenreiche Land, die Menschen und die Sprache tiefgründiger kennenzulernen.

Die chilenische Gesellschaft gilt als eher introvertiert und etwas verschlossen.Das Familienleben wird sehr gross geschrieben. Auch sagt man, dass Chile kulturell gesehen zwischen Europa und Lateinamerika liegt. Das Ordnungs- und Verantwortungsgefühl ist höher ausgeprägt als in anderen Ländern Lateinamerikas, jedoch geringer als in Europa.

Trotz der eher konservativen Einstellung der chilenischen Gesellschaft gibt es eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern – mit einem kleinen Hang zum „Machismo“ (männliche Überlegenheit). Durch den starken Einfluss der katholischen Kirche sind sensible Themen wie Abtreibung, Sterbehilfe, Homosexualität oder gleichgeschlechtliche Ehen eher Tabus und geben Grund zu ausgiebigen Diskussionen.

In Santiago gibt es zahlreiche interessante Museen, die dir die chilenische Kultur und Geschichte etwas näher bringen. Denke daran, dass am Sonntag der Eintritt in vielen Museen kostenlos ist!

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen:

 


Dienstleistungen

In den regelmässig durchgeführten Rankings und veröffentlichten internationalen Statistiken erscheint Santiago immer als eine der modernsten Metropolen in Lateinamerika und kann sich durchaus auch im internationalen Vergleich sehen lassen.

Dies fördert den Tourismus in die chilenische Hauptstadt, in der es viele Annehmlichkeiten für einen ruhigen und komfortablen Aufenthalt gibt.

Der internationale Flughafen von Santiago verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und ist bekannt als einer der sichersten der Welt. Trotz seiner Lage ausserhalb der Stadt ermöglicht eine neue Autobahn die Anbindung in 15 bis 20 Minuten.

In Bezug auf die öffentlichen Verkehrsmittel ist die Metro in Santiago ein echter Luxus – zuverlässig, modern, sicher und sauber! Die Bewohner der Stadt sind sehr stolz darauf. Der Fahrpreis beträgt zwischen 450 und 600 Chilenische Pesos abhängig von der Tageszeit, in der die Metro benutzt wird.

Vor ein paar Jahren wurde das Bussystem ("micros") komplett umstrukturiert, um die Routen neu zu organisieren und die Anzahl und Frequenz der Busse zu erhöhen. Seitdem funktioniert das öffentliche Verkehrsnetz eigentlich sehr gut, wenngleich die Wartezeiten in vielen Stadtvierteln noch etwas verbesserungswürdig bleiben. Der Ticketpreis für die Busfahrt beträgt ungefähr 500 Chilenische Pesos und muss mit einer BIP-Karte elektronisch bezahlt werden. Diese Karte ist in den Metrostationen, Kiosken und den „BIP-Zentren“ erhältlich.

Taxis in Santiago sind generell sehr sicher und komfortabel, obwohl viele Autos nicht gerade der neuesten Generation entsprechen. Taxis stoppt man, wo man gerade möchte, einfach an den Strassenrand stellen und sich durch Winken oder Armheben bemerkbar machen. Die Gebühr beginnt bei 250 Pesos und der Taxameter zählt je 100 Pesos pro gefahrene 200 Meter.

Auch so genannte „colectivos“ (Sammeltaxi) sind weit verbreitet in Santiago. Ähnlich wie Taxis nehmen sie bis zu vier weitere Passagiere mit, fahren allerdings auf fix vorgegebenen Strecken.

Die öffentlichen Krankenhäuser sind in Chile nicht zu empfehlen. Im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit gehst du am besten gleich in eine private Klinik, wo du schnellen und zuverlässigen Service erwarten kannst.

In Bezug auf die Hygienestandards sind in Santiago saubere Toiletten an fast jedem öffentlichen Ort zu finden. Mit Ausnahme von Gegenden oder Einrichtungen mit zweifelhaftem Ruf brauchst du dir keine Sorge um Hygiene zu machen.

Sämtliche Banken sind in Santiago mit Geldautomaten ausgestattet, die internationale Bank- und Kreditkarten zur Bargeldabhebung akzeptieren. In vielen Geschäften und Restaurants ist ebenfalls eine elektronsiche Zahlung möglich.

Zum Geldwechseln werden überwiegend die Wechselstuben ("Casas de Cambios") genutzt, obwohl auch einige Banken seit kurzem den Tausch von Devisen anbieten. Bitte wickle diese Transaktionen nur in offiziellen Stellen ab und tausche niemals Geld auf der Strasse (wird teilweise im Zentrum angeboten).

 

Nachfolgend unsere Empfehlungen: